Penang, Malaysia

Was tun in Penang? Die Highlights, die du nicht verpassen solltest

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Was tun in Penang? Die Highlights, die du nicht verpassen solltest

In Penang planst du deinen Tag um deine Mahlzeiten herum, nicht andersherum. Ein Tempel, ein Berg oder ein Wandbild sind ein schöner Bonus, aber erzählen wirst du hinterher von diesem einen Teller Char Kway Teow auf einem Plastikhocker. Akzeptier das ab dem ersten Tag, dann holst du am meisten aus dieser Stadt heraus.

Zwischen den Mahlzeiten gibt es trotzdem genug zu sehen. George Town ist eine alte Hafenstadt voller Clanhäuser und Shophouses, die größte Tempelanlage Malaysias liegt am Hang am Stadtrand, und im Nordwesten reicht der Regenwald bis ans Meer. Nichts davon muss am selben Tag passieren, und nichts davon muss früh passieren.

Wofür nimmst du dir also deine Tage in Penang, und was hebst du dir für die zweite Runde auf?

Anreise, Unterkunft und wie viele Tage du einplanen solltest, steht alles auf unserer Penang-Seite.

Von Stand zu Stand im Hawker Center

Dafür kommst du nach Penang. Ein Hawker Center ist ein Platz voller Stände, an denen jeder Koch genau ein Gericht macht, und dieses eine Gericht ist meistens richtig gut. Du läufst herum, zeigst drauf und isst an einem Abend aus fünf verschiedenen Küchen.

Gurney Drive an der Uferpromenade ist das berühmte, da kommst du mit dem Bus oder mit Grab hin. Die Stände in der Chulia Street liegen im Zentrum, von fast jedem Hostel aus zu Fuß erreichbar. Die meisten machen erst auf, wenn die Sonne weg ist, und Teller gibt es ab etwa €1,50.

Bestell Asam Laksa, Char Kway Teow, Nasi Kandar und Curry Mee, und zum Schluss ein Cendol oder einen schaumigen Teh Tarik. Chinesische, malaiische, indische und Peranakan-Küche stehen hier nebeneinander, und genau das unterscheidet Penang vom Rest des Landes.

Der Trick, den du am ersten Abend lernst: Schnapp dir einen Tisch, merk dir seine Nummer und sag sie an jedem Stand, an dem du bestellst. Das Essen wird dir gebracht.

Unser Urteil: jeden Abend, und bestell immer einen Teller zu viel

Kek Lok Si und der Markt von Air Itam

Kek Lok Si zieht sich in Terrassen den Hang bei Air Itam hinauf. Eine siebenstöckige Pagode voller Buddhastatuen, Dächer über Dächern, und ganz oben eine riesige Bronzestatue der Guanyin, der Göttin der Barmherzigkeit. Es ist die größte buddhistische Tempelanlage Malaysias, und so fühlt es sich auch an.

Der Eintritt ist frei. Die Pagode und der kleine Aufzug nach oben kosten eine kleine Gebühr. Bedeck Schultern und Knie, und nimm vom Zentrum aus den Bus nach Air Itam.

Das Beste liegt unten am Hang. Auf dem Markt von Air Itam steht einer der berühmtesten Asam-Laksa-Stände Penangs, seit Jahrzehnten an derselben Stelle. Saure Fischsuppe mit Nudeln, ein Hocker an der Straße, etwa €1,50.

Bist du rund um das Chinesische Neujahr da, komm abends noch einmal wieder. Dann hängen Tausende Lampions, und die ganze Anlage leuchtet.

Unser Urteil: die größte Tempelanlage des Landes, mit dem besten Mittagessen der Insel direkt darunter

Penang: Penang Hill, Kek Lok Si und eine Asam-Laksa-Verkostung

★★★★★ 4,9 · 343 Bewertungen

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Die Clan Jetties bei Sonnenuntergang

An der Uferpromenade von George Town stehen Holzhäuser auf Stelzen im Wasser, gebaut von chinesischen Familien, von denen jede ihren eigenen Steg hatte. Hier wohnen noch immer Familien, und genau das unterscheidet es von einem Museum: Du läufst an Haustüren vorbei, über Holzplanken, zu kleinen Tempeln am Ende des Stegs.

Die Chew Jetty ist die berühmte, mit kleinen Läden und Lokalen. Tagsüber ist dort viel los. Komm gegen Sonnenuntergang, wenn die Tagesausflügler weg sind und das Licht flach übers Wasser fällt, mit dem Festland auf der anderen Seite.

Lauf danach weiter zu einem der kleineren Stege. Dort ist es still, und oft hast du einen ganz für dich allein. So sah diese Seite der Stadt vor hundert Jahren aus.

Es kostet nichts. Mitbringen musst du nur ein bisschen Respekt: Das sind Haustüren, keine Filmkulisse.

Unser Urteil: gratis, ruhig und am schönsten, wenn die Sonne untergeht

Penang Hill, bis die Lichter angehen

Penang Hill ist 833 Meter hoch, und die Standseilbahn klettert steil durch den Wald nach oben. Oben ist es ein paar Grad kühler, und nach einem Tag in der Stadt merkst du das sofort. Du schaust über George Town, die Brücke zum Festland und das Meer.

Hin und zurück kostet etwa €6. Fahr am späten Nachmittag hoch und bleib, bis es dunkel ist: Du siehst die Sonne untergehen und unter dir gehen die Lichter der Stadt eins nach dem anderen an. Oben gibt es auch Regenwaldpfade, wenn du früh dran bist.

Am Wochenende steht unten eine lange Schlange für die Standseilbahn, nimm also lieber einen Wochentag, wenn es geht.

Penang Hill und Kek Lok Si liegen am Fuß desselben Hügels. Kombinier die beiden, mit der Laksa aus Air Itam dazwischen, und du hast einen der besten Nachmittage in Malaysia.

Unser Urteil: fahr spät hoch und bleib, bis die Stadt unter dir leuchtet

Street-Art in der Altstadt

2012 malte der litauische Künstler Ernest Zacharevic eine Reihe Wandbilder quer durch George Town, und seitdem schaust du hier anders auf Wände. Das berühmteste ist Children on a Bicycle in der Armenian Street: zwei gemalte Kinder auf einem echten Fahrrad, das an die Wand geschraubt ist.

Dazu hängen Comic-Skulpturen aus Eisen an den Wänden, die in ein paar Zeilen die Geschichte jeder Straße erzählen. Das meiste findest du rund um die Armenian Street, die Lebuh Ah Quee und die Cannon Street, und es kostet nichts.

Geh vor zehn Uhr morgens. Danach stehst du an den berühmten Wandbildern Schlange. Eine Karte brauchst du nicht: Lass dich durch die Gassen treiben, dann läufst du ihnen von selbst über den Weg.

Unser Urteil: ein Vormittag zum Herumstreifen, am besten bevor die Schlange auftaucht

Penang-Nationalpark und Turtle Beach

Im Nordwesten der Insel liegt einer der kleinsten Nationalparks Malaysias, und er hat genau die richtige Größe für einen Tag. Regenwald, der bis ans Meer reicht, Affen und Warane am Pfad und am Ende ein Strand, an dem nichts gebaut ist.

Nimm Bus 101 von George Town nach Teluk Bahang, etwa eine Stunde. Der Eintritt kostet für Ausländer etwa €10. Frag am Eingang, welche Pfade offen sind, und wandere zum Turtle Beach, auch Pantai Kerachut genannt. Zurück geht es zu Fuß oder mit dem Boot.

Nimm genug Wasser mit, denn unterwegs gibt es nichts zu kaufen. Und füttere die Affen nicht, auch wenn sie noch so frech gucken.

Unser Urteil: der Tag, an dem du die Stadt mal hinter dir lässt

Noch Zeit übrig in Penang?

Little India und Fort Cornwallis

Zwischen der Street-Art und dem Wasser liegen Little India und das alte Kolonialviertel beim Fort Cornwallis, beide von deinem Hostel aus zu Fuß erreichbar. Lauf auf dem Weg zu den Clan Jetties durch, und hol dir unterwegs etwas an einem indischen Stand.

Ein Nachmittag in Batu Ferringhi

Doch Lust auf Sand unter den Füßen? Nimm den Bus nach Batu Ferringhi an der Nordküste. Ein Nachmittag am Strand, und zum Abendessen bist du zurück in George Town.

Eine Food-Tour mit Guide

Du weißt nicht, wo du anfangen sollst? Buch eine Food-Tour. Es gibt Touren mit mehr als fünfzehn Kostproben, auch eine Morgenversion zum Frühstück. Danach bestellst du für den Rest deines Aufenthalts selbst, und du weißt, worauf du zeigst.

Ein Regenschauer oder die Mittagshitze

Die Hitze mitten am Tag ist kein Witz. Flüchte in ein Café oder ein Museum und mach weiter, wenn die Sonne tiefer steht. Regnet es, lauf einfach unter den Five-Foot-Ways weiter, den überdachten Gängen entlang der Shophouses.

Unsere Top 5 in Penang

Nur ein paar Tage? Wenn wir es auf fünf runterbrechen müssten, wären es diese:

  1. Jeden Abend ein Hawker Center, mit Gurney Drive und Chulia Street als Stammplätzen
  2. Kek Lok Si, mit Asam Laksa auf dem Markt von Air Itam
  3. Penang Hill am späten Nachmittag, bis die Lichter von George Town angehen
  4. Die Clan Jetties bei Sonnenuntergang, auch hinter der Chew Jetty
  5. Ein früher Morgen mit Street-Art rund um die Armenian Street

Danach noch Zeit? Nimm Bus 101 zum Nationalpark und wandere durch den Regenwald zum Turtle Beach.

Was musst du in Penang also wirklich machen?

Ehrlich gesagt: essen. Viel und oft, an Ständen, deren Namen du nicht aussprechen kannst. Die Tempel, der Berg und die Wände sind schön, aber das Essen ist es, was Penang von jedem anderen Stopp in Malaysia unterscheidet.

Wenn wir noch eine Sache dazunehmen müssen, dann diesen einen Nachmittag in Air Itam. Kek Lok Si, eine Schüssel Asam Laksa auf einem Hocker und dann mit der Standseilbahn hoch zum Sonnenuntergang. Dreimal Penang von seiner besten Seite, in ein paar Stunden und für ein paar Euro.

Und mach deinen Plan ein bisschen lockerer. Wer hier drei Tage bucht, bleibt oft länger, und meistens ist das Essen schuld. Damit kannst du ruhig gleich rechnen.

Wo das hingehört