Sepilok, Malaysia

Was tun in Sepilok? Die Highlights, die du nicht verpassen solltest

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Was tun in Sepilok? Die Highlights, die du nicht verpassen solltest

Sepilok ist klein, und genau das ist seine Stärke. Alles, was du hier sehen willst, liegt im selben Stück Wald, zu Fuß von deinem Bett aus. Du musst nirgendwo hinfahren: Morgens schlenderst du zur Plattform, und der Tag füllt sich von selbst.

Hier dreht sich alles um die Orang-Utans, und das völlig zu Recht. Aber wenn du nur zur Fütterung um zehn gehst und danach direkt wieder in den Bus steigst, verpasst du die Hälfte. Zwischen den beiden Fütterungen warten die Malaienbären, über dem Wald hängt ein Pfad durch die Baumkronen, und sobald es dunkel wird, zeigt sich ein komplett anderer Wald.

Wie holst du also das Meiste aus ein oder zwei Tagen in Sepilok heraus?

Wie du hinkommst, wo du schläfst und wie viele Nächte du bleibst, steht alles auf unserer Sepilok-Seite.

Zwei Fütterungen bei den Orang-Utans

Dafür bist du hier. Um zehn Uhr wird es auf der Holzplattform am Waldrand still. Ein Ranger läuft mit einem Korb Bananen zur Futterplattform, und dann beginnt das Warten. Irgendwo spannt sich ein Seil, ein Ast biegt sich durch, und am Seil entlang kommt ein orangeroter Orang-Utan angeschwungen.

Wie viele kommen, weiß vorher niemand. Die Orang-Utans leben frei im Wald und tauchen nur auf, wenn sie Hunger haben. Hängen die Bäume voller Obst, bleiben sie öfter weg. Deshalb machst du beide: um 10 und um 15 Uhr. Dein Ticket für etwa €6 gilt den ganzen Tag, und nachmittags ist es auf der Plattform viel ruhiger.

Geh nach der Fütterung am Morgen noch bei der Kinderstube vorbei. Durch eine Scheibe schaust du den jüngsten Orang-Utans beim Kletterüben zu, tollpatschig und fest entschlossen zugleich. Seit 1964 nimmt das Centre Tiere auf, die ihre Mutter verloren haben oder als Haustier gehalten wurden, und hier beginnt ihr zweites Leben.

Sei eine halbe Stunde vor der Fütterung da, zahl bar und rechne mit etwa €2 Kameragebühr. Kein Blitz, kein Essen auf der Plattform, und fass nie einen Orang-Utan an, auch nicht, wenn einer direkt an dir vorbeiläuft. Mittags schließt das Centre kurz, und freitags macht es um elf Uhr vormittags zu.

Unser Urteil: komm um zehn und komm um drei wieder, denn keine Fütterung ist wie die andere

Sepilok: Tagestour mit Orang-Utans, Malaienbären und Labuk Bay

★★★★★ 4,7 · 22 Bewertungen

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Malaienbären auf der anderen Seite des Wegs

Direkt gegenüber dem Rehabilitation Centre liegt das Bornean Sun Bear Conservation Centre, und das ist die Überraschung des Tages. Der Malaienbär ist der kleinste Bär der Welt: schwarz, mit einem gelben Fleck auf der Brust und einer langen Zunge, mit der er Honig aus Baumstämmen schleckt.

Von den Aussichtsplattformen schaust du auf die Gehege hinunter, wo die Bären in die Bäume klettern und miteinander spielen. Unterwegs liest du, warum der Malaienbär bedroht ist, und diese Geschichte bleibt dir länger im Kopf, als du denkst.

Der Eintritt kostet etwa €6,50, geöffnet ist etwa von 9 bis 15:30 Uhr. Damit passt das Centre perfekt in die Lücke zwischen den beiden Fütterungen, während die Orang-Utans Pause machen.

Unser Urteil: die ideale Mittagspause, und für viele ein unerwartetes Highlight

Der Pfad durch die Baumkronen

Im Rainforest Discovery Centre läufst du erst auf ruhigen Wegen an einem See vorbei, und plötzlich stehst du auf einem Pfad etwa fünfundzwanzig Meter über dem Boden. Da oben bist du auf Augenhöhe mit dem Blätterdach. Nashornvögel fliegen vorbei, Hörnchen flitzen über die Äste, und der Regenwald liegt wie ein grünes Dach unter deinen Füßen.

Von den Aussichtstürmen siehst du, wie weit sich dieser Wald erstreckt. Das ist ein ganz anderer Blick auf den Dschungel als von der Futterplattform: nicht ein Tier aus nächster Nähe, sondern der ganze Wald von oben.

Der Eintritt kostet etwa €6,50. Komm früh am Morgen oder spät am Nachmittag, wenn die Hitze nachlässt und die Tiere aktiv werden.

Du schläfst im Tanini Sepilok? Dann liegt das Centre 800 Meter von deinem Bett entfernt. Leg es auf den Morgen deines zweiten Tages: So erlebst du den Pfad im ersten Licht und hast den Nachmittag trotzdem frei.

Unser Urteil: der schönste Blick in Sepilok, am besten im ersten und im letzten Licht

Nachtwanderung im Regenwald

Wenn es dunkel wird, zeigt sich ein anderer Wald. Mit Guide und Taschenlampe läufst du über die Wege des Rainforest Discovery Centre und suchst alles, was sich tagsüber versteckt: schlafende Vögel, Koboldmakis, Frösche, Stabschrecken und, wenn du Glück hast, ein Gleithörnchen.

Der Guide macht den Unterschied. Er weiß, wohin er leuchten muss, und entdeckt eine Stabschrecke, wo du nur einen Zweig siehst. So siehst du in zwei Stunden Tiere, die dir bei Tageslicht nie begegnen würden.

Die Wanderung geht etwa von 18 bis 20 Uhr und kostet etwa €6,50. Buch vorab, denn die Plätze sind begrenzt. Nimm eine Stirnlampe, lange Ärmel und Mückenschutz mit: In der Dämmerung brauchst du die wirklich.

Plan sie für den Abend deines ersten Tages. Dann hast du an einem einzigen Tag die Orang-Utans, die Malaienbären und den Wald bei Nacht gesehen, und am nächsten Morgen gehst du ganz in deinem Tempo zum Baumkronenpfad.

Unser Urteil: der perfekte Abschluss für einen Tag voller Tiere

Ein Nachmittag in Sandakan

Eine halbe Stunde die Straße runter liegt Sandakan, eine Hafenstadt mit Geschichte. Das Kriegsdenkmal steht dort, wo im Zweiten Weltkrieg das Lager lag, von dem aus Kriegsgefangene zu den Todesmärschen nach Ranau aufbrachen. Es ist still, bewegend und ein Ort, der dich nicht so schnell loslässt.

Danach schlenderst du an den alten Kolonialhäusern auf dem Hügel vorbei und landest unten an der Uferpromenade, beim Markt und beim Fisch. Hier bekommst du frischen Fisch und Meeresfrüchte, denn in Sepilok selbst gibt es kaum Restaurants.

Mit Grab bist du in etwa einer halben Stunde dort, ab €7. Plan es für deinen zweiten Tag ein oder für den Nachmittag, bevor du an den Kinabatangan weiterziehst.

Geht es danach an den Kinabatangan? Die meisten Lodges holen dich auch in Sandakan ab. So verbindest du einen Nachmittag in der Stadt ganz einfach mit dem Transfer an den Fluss.

Unser Urteil: ein schöner Nachmittag mit Geschichte und Fisch nach einem Tag voller Tiere

Noch Zeit übrig in Sepilok?

Freitags anders planen

Freitags schließt das Rehabilitation Centre um elf Uhr vormittags. Fällt dein Besuch auf diesen Tag, nimm die Fütterung um zehn mit, ohne zu trödeln, und schieb die Malaienbären oder den Baumkronenpfad auf den Rest des Tages.

Regen gehört dazu

Sepilok ist Regenwald, also ja, es regnet. Die Futterplattform ist überdacht, ein Schauer verdirbt dir den Morgen bei den Orang-Utans also nicht. In den nassen Monaten werden die Wege allerdings rutschig und matschig: Trag Schuhe mit etwas Profil.

Essen im Dorf und drumherum

Restaurants sind hier rar. Du isst in deinem Hostel, im Café am Rehabilitation Centre oder in einem kleinen Lokal an der Hauptstraße: einfach, gut und günstig, etwa €2,50 für eine Mahlzeit. In Sandakan frühstückst du in den Kopitiams mit Roti und Tee.

Bargeld und Mückenschutz

Nimm Bargeld für die Eintritte mit, denn das Rehabilitation Centre arbeitet mit Bargeld. Und sprüh dich ein, vor allem in der Dämmerung. Halt außerdem Tasche und Sonnenbrille gut fest: Die Makaken am Centre sind schneller, als du denkst.

Unsere Top 5 in Sepilok

Nur ein oder zwei Tage? Hier unsere fünf für Sepilok im Überblick:

  1. Die Fütterung um zehn, und die um drei gibt es gratis dazu
  2. Die Malaienbären in der Pause zwischen den beiden Fütterungen
  3. Der Baumkronenpfad im Rainforest Discovery Centre im ersten Morgenlicht
  4. Eine Nachtwanderung mit Guide und Taschenlampe
  5. Ein Nachmittag in Sandakan, mit dem Kriegsdenkmal und Fisch an der Uferpromenade

Noch Zeit? Schau noch einmal bei der Kinderstube vorbei. Die jüngsten Orang-Utans klettern nie zweimal gleich.

Was musst du in Sepilok wirklich machen?

Beide Fütterungen. Nicht eine, sondern zwei. Die Orang-Utans kommen, wann sie Lust haben, und wer nur einmal dasteht, spielt Lotto. Komm um zehn, geh mittags rüber zu den Malaienbären und steh um drei wieder auf der Plattform. Dein Ticket gilt den ganzen Tag, es kostet dich also nichts extra.

Dafür musst du allerdings in Sepilok schlafen, nicht in Sandakan. Dann läufst du morgens ohne Hetze in den Wald und musst mittags nirgendwo hin.

Und wenn du noch einen Abend hast: Geh mit einem Guide in die Dunkelheit. Nach einem ganzen Tag mit Blick nach oben in die Baumkronen ist eine Stabschrecke im Lichtkegel einer Taschenlampe der schönste Abschluss für deine Zeit in Sepilok.

Wo das hingehört