Khao Sok, Thailand

Was tun in Khao Sok? Die Highlights, die du nicht verpassen solltest

Highlights 9 Min. Lesezeit
Was tun in Khao Sok? Die Highlights, die du nicht verpassen solltest

Khao Sok hat keine Liste mit zwanzig Sehenswürdigkeiten, die du abhaken musst. Es gibt Dschungel, es gibt einen See, und es gibt die Tiere, die dazwischen leben. Trotzdem kriegst du nicht alles in zwei oder drei Tage. Musst du auch nicht, denn die besten Momente hier passieren, wenn du irgendwo bleibst, statt weiterzuziehen.

Ein paar Dinge gehören wirklich auf deine Liste: die Nacht auf dem Wasser und ein Morgen, an dem du vor Sonnenaufgang aus dem Bett kommst. Alles andere steht auf der Tafel in deinem Hostel und ist ein schöner halber Tag, wenn du neben deiner Zeit im Wald einen übrig hast.

Wohin also mit deinen Tagen in Khao Sok, und was hebst du dir fürs nächste Mal auf?

Unten geht es um die Orte selbst. Wo du schläfst, wie du hinkommst und wie viele Tage du einplanst, steht auf unserer Khao-Sok-Seite.

Schlafen in einer schwimmenden Hütte auf dem Cheow-Lan-See

Dafür bist du hergekommen, auch wenn du das bei der Ankunft noch nicht weißt. Mitten auf dem See liegen einfache Flöße, an den Kalksteinfelsen festgebunden, und sobald am späten Nachmittag die Tagesboote abfahren, wird es komplett still. Nur Wasser, eine Felswand, Hunderte Meter hoch, und der Wald, der langsam wach wird.

Erwarte keinen Luxus. Du schläfst auf einer Matratze in einer Holzhütte, teilst dir das Bad und isst an einem langen Tisch, was der Koch auf dem Floß kocht. Auf vielen Flößen gibt es nur abends ein paar Stunden Strom. Netz gibt es keins. Das ist nicht der Haken, das ist der Sinn der Sache.

Heb also Bargeld ab, bevor du das Dorf verlässt, denn auf dem See gibt es keinen Geldautomaten. Lad dein Handy voll auf und lass es dann in der Tasche.

Unser Urteil: unbedingt, und kümmer dich um deinen Platz, sobald du im Dorf ankommst

Unser eigener Tipp

Übernachten auf dem Cheow-Lan-See

Zwei Tage auf dem See mit Rungfah Farm Stay: mit dem Longtail-Boot raus, eine Dschungelwanderung und eine Nacht in einem schwimmenden Floßhaus. Du gehst zweimal auf Safari, in der Dämmerung und noch einmal kurz nach Sonnenaufgang, während die Tagesboote noch zwei Stunden entfernt sind.

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Mit dem Boot zwischen den Kalksteinfelsen des Cheow-Lan-Sees

Der Cheow-Lan-See ist ein Stausee von 165 Quadratkilometern, und die Kalksteinfelsen, die senkrecht aus dem grünen Wasser steigen, sind das Foto, das du von Khao Sok kennst. In echt haut dich vor allem die Größe um: Du bist eine Stunde auf dem Wasser, und hinter jeder Wand taucht schon die nächste auf.

Du fährst mit dem traditionellen Longtail-Boot, vom Pier bis zu den Flößen sind es etwa zwei Stunden. Bei der Tagestour wird das oft mit dem Emerald Pool kombiniert und mit Stopps, an denen du vom Boot ins Wasser springen kannst. Das Wasser ist warm und sauber, zieh die Badesachen also gleich drunter.

Von Dezember bis April ist das Wasser am klarsten. In der Regenzeit sieht es anders aus, aber auf keinen Fall weniger schön.

Unser Urteil: ein Muss, auch wenn du nur die Tagestour machst

Am Fluss entlang in den Regenwald

Der Wald von Khao Sok ist 160 Millionen Jahre alt, und so dicht ist er, weil der Park genau zwischen den beiden Küsten liegt und von beiden Seiten Regen abbekommt. Vom Parkeingang läufst du am Fluss entlang in den Wald, zwischen riesigen Bäumen, und über deinem Kopf hast du gute Chancen auf Gibbons und Nashornvögel.

Unterwegs gibt es Wasserfälle und Becken, in denen du schwimmen kannst, also Badesachen mitnehmen. Auf den kurzen Pfaden am Fluss kommst du allein gut klar, aber für die längeren und abgelegeneren Touren würden wir immer einen lokalen Guide mitnehmen. Der hört und sieht dreimal so viel wie du und weiß, welcher Pfad nach dem Regen noch begehbar ist.

Trag Schuhe mit Profil. In Flip-Flops rutschst du nur herum, und nach einem Wolkenbruch werden die Pfade richtig schlammig.

Unser Urteil: hin, und nimm einen Guide, sobald du weiter als bis zum Fluss gehst

Unser eigener Tipp

Zwei Tage Camping im Dschungel

Mit Khao Sok Natureskills in den Regenwald: eine Hängematte unter einer Plane, Abendessen, das im Bambusrohr über offenem Feuer gekocht wird, und eine Nachtsafari mit einem Guide, der genau weiß, wohin er die Taschenlampe halten muss.

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Kajakfahren bei Sonnenaufgang

Von so gut wie jedem Floß auf dem See steigst du direkt ins Kajak, und die Stunde nach Sonnenaufgang ist dafür der beste Moment des ganzen Tages. Zwischen den Felsen hängt Nebel, das Wasser ist spiegelglatt, und weit und breit ist kein anderes Boot zu sehen.

Du paddelst in deinem eigenen Tempo an den Felswänden entlang und in die Buchten, an denen du mit dem Longtail vorbeigerauscht bist. Oft ist das bei deiner Übernachtung einfach dabei, und genau dann hast du die besten Chancen, Tiere am Ufer zu sehen.

Stell dir den Wecker, auch wenn du auf der Matratze schlecht geschlafen hast. Zwei Stunden später ist der Nebel weg und die Tagesboote sind zurück.

Unser Urteil: oft schon in deiner Nacht auf dem See drin, und die Stunde mit den besten Chancen auf Tiere

Tiere beobachten

Khao Sok ist einer der besseren Orte in Thailand, um wilde Tiere zu sehen. Gibbons, Brillenlanguren, Makaken, Nashornvögel und Warane tauchen regelmäßig auf, Otter ab und zu, wilde Elefanten, wenn du Glück hast, und ein Tapir nur, wenn wirklich dein Tag ist.

Am besten sind deine Chancen früh am Morgen und gegen Ende des Nachmittags, und auf dem Wasser oft besser als auf dem Pfad, weil die Tiere zum Trinken ans Ufer kommen. Deshalb kombinieren viele Flöße die Übernachtung mit einer Safari im Boot. In der Regenzeit, von Mai bis Oktober, ist der Wald am lebendigsten, und dann siehst du tatsächlich am meisten.

Garantien kann dir niemand geben, und ein Guide, der das tut, verkauft dir etwas anderes als einen Dschungel. Lass übrigens kein Essen in deiner Hütte liegen, denn die Affen wissen genau, wo es ist.

Unser Urteil: keine Garantien, aber genau deswegen bist du hier

Die Nam-Talu-Höhle

Zwischen den Kalksteinfelsen liegen Höhlen, und die bekannteste ist Nam Talu. Du watest teilweise durchs Wasser, über dir Tropfsteine, im Dunkeln Fledermäuse, und es ist der abenteuerlichste halbe Tag, den du hier haben kannst.

Du gehst nur mit Guide rein, und nicht in der Regenzeit. Bei starkem Regen läuft die Höhle voll, und dort sind schon Menschen gestorben. Das ist keine Formsache auf einem Schild, sondern der Grund, warum die Höhle regelmäßig gesperrt ist. Welche Höhlen offen sind, hängt vom Wasserstand ab, und das erfährst du erst vor Ort.

Du gehst hin? Zieh etwas an, das nass werden darf, und Schuhe, die du im Wasser anbehalten kannst.

Unser Urteil: nur in der Trockenzeit und nur mit Guide, aber dann unbedingt

Tubing oder Bambusfloß auf dem Sok-Fluss

Den entspanntesten halben Tag in Khao Sok verbringst du treibend. Im Gummireifen oder auf einem Bambusfloß lässt du dich den Sok-Fluss hinuntertreiben, am Wald vorbei, während sich die Bäume über dir schließen. Keine Anstrengung, kein Klettern, nur schauen.

Los geht es im Dorf, es kostet dich also keinen ganzen Tag, und du kannst es mit einem Vormittag im Park verbinden. Lieber etwas mehr Action? Auf dem Fluss kannst du auch Kajak fahren.

Mach das an deinem letzten Nachmittag, wenn deine Beine vom Trekking durch sind und dein Bus erst am nächsten Morgen fährt.

Unser Urteil: perfekt für deinen letzten Nachmittag, wenn deine Beine vom Trekking durch sind

Noch Zeit übrig in Khao Sok?

Zwei Nächte statt einer

Khao Sok liegt auf halber Strecke zwischen der Andamanenküste und der Golfküste, da ist es verlockend, auf der Durchreise nur kurz auszusteigen. Gönn dir zwei Nächte: eine im Dorf und eine auf dem See. Genau das ist der Unterschied zwischen einer schönen Aussicht und dem Ort, von dem die Leute noch Jahre später erzählen.

Auf dem See schlafen oder nur die Bootsfahrt

Die Tagestour ist völlig in Ordnung, und die Landschaft ist dabei kein bisschen weniger atemberaubend. Aber alles, was den See besonders macht, passiert erst, nachdem die Tagesboote weg sind, und bevor sie am nächsten Morgen zurückkommen: die Stille, der Nebel zwischen den Kalksteinfelsen und die Tiere am Ufer. Wenn du eine Nacht im Dorf gegen eine Nacht auf dem Wasser tauschen kannst, ist das der beste Tausch deiner Reise.

Die Höhlen zur richtigen Jahreszeit

Die Nam-Talu-Höhle ist beeindruckend, und du gehst in der Trockenzeit mit Guide hin. In der Regenzeit läuft sie bei starkem Regen voll, und die Bedingungen können sich hier innerhalb einer Stunde ändern. Bietet dir also jemand in diesen Monaten eine Höhlentour an, such dir etwas anderes aus. Abenteuer, das dann stattfindet, gibt es in diesem Park genug.

Such dir zwei oder drei Aktivitäten aus

Trekking, Nachtsafaris, Kajak, Tubing, Höhlen, Tiere: Jedes Hostel an der einen Straße verkauft alles davon. Nimm die zwei oder drei, die dich wirklich reizen, und halt dir den Rest deiner Zeit frei. Eine Stunde einfach dasitzen und in den Wald schauen ist hier so viel wert wie jede Tour.

Unsere Top 5 in Khao Sok

Nur ein paar Tage? Diese fünf würden wir auf jeden Fall machen:

  1. Eine Nacht in einer schwimmenden Hütte auf dem Cheow-Lan-See, wenn die Tagesboote weg sind
  2. Mit dem Longtail über den See, zwei Stunden zwischen den Kalksteinfelsen
  3. Am Fluss entlang in den Park, mit einem Sprung in eines der Becken
  4. Kajakfahren vom Floß aus in der Stunde nach Sonnenaufgang
  5. Tiere beobachten vom Boot aus, früh am Morgen

Danach noch Zeit? Die Nam-Talu-Höhle ist das größte Abenteuer und der Sok-Fluss der entspannteste Nachmittag. Eine Nachtsafari mit Stirnlampe durch den Wald zeigt dir ein ganz anderes Khao Sok, und wenn du mal im Bambus über offenem Feuer kochen willst, gibt es nah am Dorf eine Farm, auf der genau das geht.

Was musst du in Khao Sok also wirklich machen?

Nichts auf dieser Liste ist Pflicht, und Khao Sok ist der eine Ort, an dem Abhaken gegen dich arbeitet. Wer hier am meisten mitgenommen hat, hat meistens eine Tour weniger gebucht und ist einen Vormittag länger dort geblieben, wo er schon war.

Wenn wir nur eine Sache aussuchen dürften, dann die Nacht auf dem See. Nicht die Bootsfahrt dorthin und nicht die Safari danach, sondern der Moment, in dem das letzte Tagesboot ablegt und der Lärm einfach aufhört. Du sitzt am Rand eines Floßes, die Füße im Wasser, kein Netz, kein Licht außer dem, das später angeht, und die Felswand gegenüber ist Hunderte Meter hoch. Mehr musst du nicht tun.

Plan drei Tage ein, sichere dir deinen Platz auf dem Cheow-Lan-See, sobald du ankommst, und heb Bargeld ab, bevor du das Dorf verlässt. Der Rest ergibt sich von selbst.

Wo das hingehört