Kambodscha hat das günstigste Bier unserer ganzen Route. In Siem Reap kostet es fünfzig Cent, in Phnom Penh, Battambang und Kampot sechzig, und das ist kein Sonderangebot, das ist einfach der Preis. Ein Bett kostet fünf Euro, eine Mahlzeit zweieinhalb, und dein Tuk-Tuk bestellst du für ein, zwei Euro per App.
Was Kambodscha von seinen Nachbarn unterscheidet, ist gar nicht, wie günstig es ist, sondern wie wenig sich die Preise bewegen. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Stopp liegen drei Euro. Deine Route musst du also nie nach dem Geldbeutel planen. Wenn das Geld geht, dann auf einen Schlag: für den Angkor-Pass und das Tuk-Tuk, das dich den ganzen Tag von Tempel zu Tempel fährt.
Für das ganze Land rechnest du mit etwa €25 am Tag. Das liegt über jeder einzelnen Zahl weiter unten, und das stimmt so: Da sind auch die Busse zwischen den Stopps drin und die Aktivitäten, für die du hergekommen bist.
Tagesbudget pro Stopp
So viel gibst du an jedem Ort pro Tag aus, ohne die Anreise und ohne Touren:
- Battambang: €17
- Kampot: €17
- Phnom Penh: €20
- Siem Reap: €20
- Koh Rong: €20
Fünf Stopps, drei Euro Unterschied. Damit ist Kambodscha das Land auf der Route, für das du am leichtesten ein Budget machst.
Unser Urteil: rechne vor Ort mit €20 am Tag, dann reicht es überall
Was ein Bett kostet
Ein Bett im Schlafsaal kostet €5 in Battambang, Kampot, Phnom Penh und Siem Reap und €7 auf Koh Rong. Die Insel ist insgesamt ein bisschen teurer, weil alles mit dem Boot kommen muss.
Auf Koh Rong solltest du noch etwas wissen: Geldautomaten gibt es wenige, und die sind unzuverlässig. Nimm genug Bargeld vom Festland mit, sonst zahlst du mit dem, was zufällig noch in deiner Hosentasche steckt.
Was Essen und Trinken kosten
Eine Mahlzeit kostet €2 in Battambang, €2,50 in Kampot, Phnom Penh und Siem Reap und €3 auf Koh Rong. Das sind Streetfood und die normalen Lokale: Nom Banh Chok zum Frühstück an der Straße, Lok Lak, Amok Trey.
Bier ist hier das günstigste aller fünf Länder: €0,50 in Siem Reap, €0,60 in Battambang, Kampot und Phnom Penh und €1 auf Koh Rong. Was dich in Thailand ein Bier kostet, reicht hier für drei oder vier. Alles andere, was du hier essen kannst, steht in unserem Artikel über Essen in Kambodscha.
Unser Urteil: Kambodscha ist das Land, in dem du dich an jedem Stand, an dem du vorbeikommst, ohne nachzudenken auf einen Hocker setzen kannst
Was die Fahrten vor Ort kosten
In Phnom Penh bestellst du ein Tuk-Tuk über PassApp oder Grab für etwa €2, mit festem Preis, bevor du einsteigst. Auf Koh Rong kommst du mit dem Bootstaxi von Strand zu Strand, etwa €5 pro Fahrt, oder du läufst den Dschungelpfad.
In Battambang und Kampot mietest du einen Roller für etwa €7 am Tag, denn alles, was du dort sehen willst, liegt außerhalb der Stadt: das Land und der Phnom Sampeau rund um Battambang, der Bokor-Berg, die Pfefferplantagen und Kep rund um Kampot. Kambodscha hat eigene Führerscheinregeln fürs Rollerfahren, also schau vor dem Mieten auf unsere Seite zur Auslandskrankenversicherung.
Siem Reap ist die Ausnahme, und gleich der größte Fahrtkostenpunkt im Land: Ein Tuk-Tuk für einen ganzen Tempeltag kostet etwa €12 für die kleine Runde und etwas mehr für die große. Das ist kein Luxus, das ist ganz normal in Angkor, denn die Tempel liegen Kilometer auseinander. Soll es günstiger sein? Die kleine Runde schaffst du mit dem Fahrrad, das gibt es ab etwa €2.
Zwischen den Orten kostet eine Busfahrt etwa €8. Wie diese Strecken laufen, steht in unserem Artikel zur Fortbewegung in Kambodscha.
Wofür das Geld wirklich draufgeht
Angkor ist der große Posten. Den Tempelpass gibt es für einen, drei und sieben Tage, und drei Tage sind für die meisten Backpacker die richtige Größe. Dazu kommt das Tuk-Tuk für etwa €12 am Tag. Rechne diese drei Tage also getrennt von deinem Tagesbudget, und kauf deinen Pass selbst am offiziellen Ticketcenter. Wie du die Tage aufteilst, steht auf unserer Siem-Reap-Seite.
Danach ist es Kleingeld. Der Eintritt auf den Hügel am Phnom Sampeau kostet etwa €2,50, der Bamboo Train etwa €5 pro Person, ein Tuk-Tuk für einen halben Tag etwa €10, und die Fledermäuse kosten gar nichts. Eine Streetfood-Tour in Phnom Penh gibt es ab etwa €25, und die ist ihr Geld wert, wenn du die Lokale finden willst, an denen du sonst glatt vorbeiläufst.
Und dann ist da noch der Flughafen von Siem Reap: Der liegt fünfzig Kilometer außerhalb der Stadt, rechne also mit €8 für einen Shuttlebus oder dem Doppelten fürs Taxi.
Unser Urteil: gib Angkor eine eigene Zeile in deinem Budget, und der Rest von Kambodscha kostet dich fast nichts
Was kosten zehn Tage in Kambodscha?
Mit etwa €25 am Tag landest du bei rund €250 für zehn Tage, inklusive Fahrten zwischen den Stopps, Betten, Essen und den üblichen Aktivitäten. Dazu kommen dein Angkor-Pass und etwa €36 für drei Tempeltage mit dem Tuk-Tuk.
Reist du langsamer und lässt Koh Rong weg, kommst du darunter. Bleibst du länger auf der Insel, wird es mehr, denn dort kostet alles mehr und es gibt nicht viel, was umsonst ist. Wie diese zehn Tage aussehen, steht in unserer Kambodscha-Route.
Bezahlen in Dollar
Das solltest du wissen, bevor du landest: In Kambodscha zahlst du meistens in US-Dollar. Riel bekommst du nur als Wechselgeld unter einem Dollar zurück, und so füllt sich dein Portemonnaie mit Scheinen, die du nirgendwo anders loswirst. Gib sie aus, bevor du das Land verlässt.
Die Geldautomaten spucken Dollar aus. Schau also vorher nach, was deine Karte pro Abhebung kostet, und heb lieber seltener größere Beträge ab. Mehr dazu auf unserer Seite zu Kreditkarten für Reisen.
Wie viel Geld brauchst du für zehn Tage in Kambodscha?
Rechne mit etwa €250 für das Land selbst, plus deinen Angkor-Pass und das Tuk-Tuk, das dazugehört. Mit insgesamt €400 hast du reichlich, auch wenn du drei Tempeltage machst, in Battambang mit dem Bamboo Train fährst und ein paar Nächte auf Koh Rong schläfst.
Nimm einen guten Teil davon in bar mit, und für Koh Rong auf jeden Fall, denn dort ist der Geldautomat unzuverlässig. In Kambodscha kommst du mit ein paar Dollarscheinen in der Tasche viel weiter als mit einer Bankkarte, und das bleibt so, bis du wieder in einer großen Stadt bist.



